Samsung Galaxy Nexus

Samsung Galaxy Nexus – Gutes ganz groß

Samsung Galaxy Nexus

Samsung Galaxy Nexus

Gestern wurde nicht nur Android 4.0 vorgestellt, sondern auch das dazu angepasste Handy, das Samsung Galaxy Nexus. Und im Gegensatz zum Betriebssystem scheiden sich hier die Geister. Denn dieses neue Smartphone besticht durch Größe. Das Display ist mit 4,65 Zoll sehr groß und trotz fehlender Tasten auf der Vorderseite misst das Gerät 13,55 x 6,79 cm. Damit ist es knapp 1,5 cm länger und 0,8 cm breiter als mein bisheriges HTC Desire. Doch bevor ich weiter darauf eingehe, folgen paar Worte zu den technischen Daten.

TI OMAP 4 - Prozessor

TI OMAP 4 - Prozessor

Im Galaxy Nexus ist ein Dual-Core Prozessor von TI verbaut, der mit jeweils 1,2 GHz getaktet ist. Zusätzliche 3D-Leistung wird durch eine eingebaute GPU gebracht. Diese GPU bringt leider nicht die Leistung, wie man sie schon bei anderen Geräten mit NVIDIA Tegra 2 Chip (wie dem LG Optimus Speed) gesehen hat, sollte aber für ein Smartphone ausreichend sein. Der Arbeitsspeicher ist mit 1 GB großzügig bemessen, als Flash-Speicher sind 16 GB und 32 GB erhältlich. Da dies ziemlich hoch ist, kann man davon ausgehen, dass es keine Möglichkeit für eine micro-SD-Karte gibt.

Touch and Travel der DB, Anwendung von NFC

Touch and Travel der DB, Anwendung von NFC

Wie nicht anders zu erwarten besitzt das Galaxy Nexus die Standardzusätze wie GPS, Bluetooth 3.0, WLAN b/g/n, NFC (Near Field Communication), Kompass, Beschleunigungssenson, Gyroskop, Näherungssensor und Lichtsensor, aber auch einen Barometer. Das Gerät funkt in einigen Regionen nach dem neuen Standard LTE (bei uns als 4G bekannt), sonst wird es mit HSPA+ ausgeliefert. Besondere Beachtung findet die Kamera auf der Rückseite. Trotz der nur 5 Megapixel hat die Kamera (wie das neue iPhone 4S) einen “Zero Shutter Lag”, um ohne Verzögerung Aufnahmen anzufertigen, und eine Videostabilisierung. Auch ist eine Foto-LED vorhanden. Auf der Vorderseite gibt es eine 1,3 Megapixel Kamera für Videotelefonie.

Viele Android-Fans freuen sich, dass es endlich wieder eine Benachrichtigungsleuchte gibt, die bei eingehenden Nachrichten oder verpassten Anrufen blinkt. Außerdem gibt es an der Seite Dock-Pins, die für eine noch nicht näher bekannte Dockingstation gedacht sind. Das Handy befindet sich dann Quer in der Station und kann wohl dann auch als Nachtuhr verwendet werden. Wer einen genauen Vergleich zu anderen aktuellen Geräten vornehmen möchte, der kann sich diese Seite durchlesen: http://thisismynext.com/2011/10/18/galaxy-nexus-iphone-4s-comparison/

Jetzt kommen wir zum Knackpunkt, die Größe. An dieser Stelle empfehle ich die Vergleichsgrafik von mobiflip.de, die den Sachverhalt am besten anschaulich macht. Darum an dieser Stelle mal wieder großes Lob an mobiflip.de, die gestern mal wieder sehr gute Arbeit geleistet haben und die Leser immer auf den aktuellsten Stand hielten.

Ich finde das Handy sehr gut, aber auch ich will es erstmal in den Händen halten, da mir die Größe schon zu groß vorkommt. Wer noch mehr wissen will, dem empfehle ich das Video der Veranstaltung, auf der das Galaxy Nexus vorgestellt wurde. Außerdem gibt es bei mobiflip.de eine gute Übersicht an ersten Videos zum Handy.

Szenen

HTC Desire | Der Test (Teil 3: Szenen, Synchronisation, Batterie & Fazit)

Eine Sache habe ich im letzten Teil vergessen, die aber nicht vergessen werden darf. Wie euch sicherlich aufgefallen ist, habe ich verschiedene Hintergrundbilder auf den Screenshots gehabt. Dies liegt an den verschiedenen Szenen die ich verwendet habe. Szenen ist eine Funktion von Sense, die die unterschiedlichen Ansprüche von Arbeitszeit, Freizeit und sonstigen Lebenslagen entsprechen soll. Wer arbeitet, der braucht nicht das Bilderalbum auf dem Homescreen, aber evtl. eine zweite Uhrzeit aus einer anderen Zeitzone. Wer beim Sport ist, will eher die Musik steuern können als sein Aktienportfolio fallen sehen. Sense gibt einen die Möglichkeit, für alle Lebenslagen eine eigene Homescreen-Komposition zu entwerfen. Vorgegeben sind HTC, Freizeit, Arbeit, Spielen und Reisen, es können aber auch eigene erstellt oder die vorhandenen verändert werden.

Kurz gehe ich noch auf die Synchronisationsmöglichkeiten ein, die das Desire bietet. Zum einen kann man einen Google-Account oder einen Exchange-Server einbinden. Abgleichzeiten und was abgeglichen werden soll, ist frei wählbar. Außerdem kann amch auch einfach auf POP3 und IMAP-Mail-Adressen zugreifen. Wer kein Exchange nutzt, aber Outlook besitzt, der bekommt für Windows eine Synchronisationssoftware namens HTC Sync. Diese synchronisiert dann Outlook mit dem Desire.

Jetzt mal zum wichtigsten: Die Akkulaufzeit! Da gibt es Licht und Schatten, aber das ist bei allen Smartphones gleich. Hauptproblem ist, dass Smartphones eine ständige Internetverbindung erhalten wollen. Dies wird besonders im Zug schwierig, wenn man die Funkzellen in kurzen Abständen wechselt oder teilweise gar kein Netz existiert. Auf meiner Fahrt nach Aachen und zurück verbraucht das Desire relativ viel Strom, was bei aktiviertem Sync den Akku nach 10 Stunden schwach werden lässt. Ich schalte jetzt im Zug die Datenverbindung aus, so gewinne ich sehr viel Laufzeit. Am Wochenende konnte ich zu Hause im WLAN locker zwei Tage auskommen. Im Vergleich zum Samsung Galaxy sicherlich vergleichbare Laufzeit, aber kein Vergleich zu alten WinMo-Phones, die die Internetverbindung gekappt hatten.

An dieser Stelle kann ich meinen Bericht (leider) um ein weiteres Kapitel erweitern: Robustheit.
Auf dem Weg zur Uni wollte ich die Musik wechseln und beim Versuch, dass Handy zurück in die Hosentasche zu stecken, ist es runtergefallen. Natürlich nicht auf Laminat oder eine ebene Betonplatte, sondern auf Pflastersteine. Folge: Paar kleine Schrammen und eine kleine Delle. Im Vergleich zu einem alten Handy von mir (VPA Compact) sind die Schrammen aber harmlos und zum Glück nur seitlich. Aber jetzt weiß ich, dass ich mir umbedingt ne Tasche holen sollte.

Mein Fazit: Dieses Handy führt in meiner persönlichen Smartphone-Liste mit großem Vorsprung vor dem iPhone. Dazwischen reiht sich noch das HTC Legend ein, da dieses ähnliche Eigenschaften aufweist. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden. inzwischen ist das Handy auch von Google freigegeben worden, so das ich alle Apps im Market finden kann. Also: Wer Geld hat und ein Smartphone will, der sollte die HTC-Geräte in die engere Auswahl ziehen. Preislich liegt es deutlich unter dem iPhone. Negativer Punkt könnte die lange Update-Dauer sein, wobei wir dies erst in den kommenden Monaten sehen werden, wenn Android 2.2 (FroYo) rauskommt.

Friendstream

HTC Desire | Der Test (Teil 2: HTC Sense)

In diesem Teil werde ich euch eine kleine Einführung in die Besonderheiten von HTC Sense, der angepassten Oberfläche von HTC auf dem Desire. Hinter dem Namen befindet sich ein großes Konzept, dass inzwischen auch bei anderen Handyproduzenten zu finden ist.
Zum einen sollen sich die Benutzer individuell angesprochen fühlen. Die Anpassung der Oberfläche und der Zusatz weiterer Funktionen geben dem User die Möglichkeit, ohne großer Grundkenntnis das Gerät zu bedienen. So hat HTC bei Sense immer weitere Homescreens hinzugefügt. Ein Android bis Version 1.6 hatte drei Homescreens, das Hero schon fünf. Seit dem Nexus One sind fünf Homescreens normal, das Desire und das Legend haben sieben. Diese weiteren Homescreens lassen mehr Möglichkeiten zur Anpassung zu.
Die andere Seite der angepassten Oberflächen bildet die Cooperate Identity, die dadurch entsteht. HTC hat versucht, Sense auf allen Geräten mit gleichen Funktionen und Aussehen zu portieren, egal ob Windows Mobile, Android oder eigene Systeme. Dies schafft auch eine gewisse Bindung an den Hersteller, denn der Mensch verlässt nur ungern seine gewohnte Umgebung.

Jetzt mal zum hier präsentierten Sense. Das Desire, aber auch das Legend, hat eine neue Version von Sense erhalten, die neue Funktionen beinhaltet. Ein besonderes Feature bildet der Helicopter-View, der (wie der Name schon zeigt) einen Überblick über die Homescreens verschaffen soll. Dazu nimmt man zwei Finger und zoomt quasi aus dem Bild raus, also schiebt die Finger von den Ecken Richtung Mitte. Dann kann man sich in ein Screen reinzoomen, in dem man die Finger auf dem Screen auseinander zieht. Wem das zu viele Finger sind, der kann auch mit Hilfe der Home-Taste arbeiten; wenn man auf dem vierten Homescreen ist, einfach auf die Taste drücken und man gelangt in den Heli-View. Danach reicht ein drücken auf den gewünschten Screen, um ihn zu sehen.

Eine weitere Neuerung ist Friendstream. Friendstream sammelt alle Informationen aus den sozialen Netzwerken und zeigt sie gebündelt an. So kann man sehen, was die Freunde gerade getwittert oder auf Facebook notiert haben. Zudem zeigt es Veränderungen bei Flickr an. Damit hat man ein Programm, was auch gleichzeitig in allen Netzwerken agieren kann; Der veränderte Status erscheint gleichzeitig in allen eingebundenen Netzwerken. Leider gibt es keine Erweiterung für die VZ-Netzwerke, so dass man für den vollen Funktionsumfang Facebook braucht.

Bei den Kontakten sind die Netzwerke ebenfalls eingebunden. Man kann seine Kontakte mit dem jeweiligen Facebook-Account verbinden, so dass bei einem Anruf das richtige Bild angezeigt wird. Trotzdem bleiben im Netz die Daten getrennt, so dass nicht einfach die Daten aus Facebook in Google erscheinen. Dies ist aber zugleich auch ein Nachteil. Ich persönlich nutze Google Mail und das dazugehörige Adressbuch und kann leider nicht Daten wie Geburtstag oder Bild einfach übernehmen, so das bei mir in Google Mail immer noch die alten Bilder vorhanden sind. Wer die Daten aber größtenteils auf dem Handy verwendet, wird damit zurecht kommen.

Sense kommt auch mit eigenen Kalender-Widget, eins mit einer Listendarstellung und eins als Monatskalender. Zudem ist der Lockscreen, der zufällige Eingaben verhindern soll, angepasst, so dass auch verpasste Anrufe oder nicht gelesene SMS angezeigt werden oder die Musikwiedergabe gesteuert werden kann. Ein weiteres Programm heißt Schreibtischuhr und kann auch als Nachtuhr verändert werden. Dafür einfach auf den Mond klicken und man sich eine schwach beleuchtete Uhrzeit, die Nachts nicht stört. Eine letzte Funktion, die ich herausstellen möchte, ist der angepasste Dailer (Telefon-App), die eine Schnellsuche über das Ziffernblock ermöglicht. Damit muss man nicht immer in die Kontakte-Liste, sonder tippt einfach die Anfangsbuchstaben ein.

Dies war nur ein kleiner Einblick in Sense, der euch aber hoffentlich die Möglichkeiten gezeigt hat, die HTC nicht nur dem Desire, sondern auch dem Legend spendiert hat. Ähnlich findet sich Sense auch in den Windows Mobile-Geräten wieder und in dem bald erscheinenden HTC Smart, welches mit einem neuen, einfachen Betriebssystem erscheinen wird.

Im nächsten Teil werde ich euch meine kleinen Testergebnisse zum Akku präsentieren und noch auf ein besonderes Feature von HTC Sense eingehen, den Szenen. Freut euch drauf.

HTC Desire - 13

HTC Desire | Der Test (Teil 1: Erste Schritte)

Heute geht es los, ab heute gibt es in drei Teilen meine große Bewertung zum HTC Desire. Und da möchte ich mit dem Auspacken beginnen. Die kleine Schachtel, wie ihr sie auch rechts seht, macht schonmal was her. Besonders, wenn man sie aufmacht und einem direkt das Handy ins Auge springt. Ich hatte dieses Gefühl bisher nur beim iPod Touch, der genau so in der Schachtel liegt.
Im Karton enthalten ist das Handy, Akku (1.400 mAh), USB-Kabel, Stromadapter + EU-Anschluss & Headset.
Das USB-Kabel dient zugleich als Daten-Kabel und Stromanschluss. Dazu wir das Kabel mit dem Stromadapter verbunden. Für den Stromadapter gibt es zusätzliche Steckdosen-Anschlüsse im Handel, so dass er Reise-kompatibel ist. Das Headset besitzt normale Ohrstecker und ein ein Regelungspanel für Musik, in dem auch das Micro eingebunden ist.
Die Verarbeitung des Handys wirkt edel und solide, auch wenn nicht so außergewöhnlich wie beim HTC Legend.

Das erste Anschalten gestaltet sich als sehr einfache Angelegenheit. Ein Assistent hilft bei der Einrichtung des Handy. Dabei werden neben den Login-Daten für Google (Ja, ich nutze Google Mail) auch die für Facebook, Twitter und Flickr abgefragt. Die Daten aus allen Quellen können später den einzelnen Kontakten zugeordnet werden (Später mehr). Außerdem wird nach einem WLAN-Zugang gefragt und erste grundlegende Schritte erklärt. Schon in der Einrichtung wird man dann mit der HTC-eigenen Tastatur beglückt. Im Vergleich zu einer normalen Android-Tastatur hat man bei langem Halten der Buchstaben auch Sonderzeichen zur Verfügung, was das Schreiben sehr erleichtert. Außerdem ist die Genauigkeit bei dem großen Bildschirm schon im Hochformat beeindruckend. Dazu kommt die automatische Korrektur, die über der Tastatur angezeigt wird. Wenn die Tastatur ein Wort nicht kennt, dann kann man dieses jederzeit durch einen Klick auf das linke, selber erstellte Wort hinzufügen. Ein Druck auf die Leertaste fügt das aktuell grün unterlegte Wort ein.

Nach dem Einrichtungsassistent sieht man den Desktop. Auf diesem befindet sich die von HTC bekannte Retro-Uhr mit Klappuhrzeit und dem Wetter. Spätestens hier sieht man, dass man für die Nutzung aller Features eine ständige Internetverbindung braucht. Aber bei den aktuellen Preis ist eine Internet-Flat leicht erschwinglich. Im Unterschied zu einem normalen Android-System hat man jetzt sieben Homescreens zur Verfügung. Auf denen kann man Widgets, Programme oder Ordner ablegen. Als Widgets stehen neben den üblichen Android-Widgets auch eigens von HTC entwickelte zur Verfügung, die auch stetig von HTC ergänzt werden. Im Downloadangebot befindet sich zur Zeit auch ein Notizzettel, den ich als besonders praktisch empfinde. Das gesamte System hat im Vergleich zu einem Basis-Android eine andere Farbgestaltung erhalten. Die Farbe Schwarz dominiert, macht aber auch was besonderes her.

Der Wechsel zwischen den Homescreens erfolgt über wischen oder über das optische Trackpad unten in der Mitte. Dabei bewegt sich der Hintergrund mit. Als Hintergrund-Bilder stehen neben HTC-eigenen Bildern und Hintergründen auch die Live-Wallpapers zur Verfügung. Dies beweist auch die Power, die im Gehäuse steckt, da das HTC Legend eben diese nicht besitzt. Neben einem HTC Wallpaper gibt es die Basis-Wallpaper von Android 2.1 wie Nexus, was ihr auch in den Screenshots sehen werdet. Nach dem Update von Google Maps gibt es zusätzlich noch einen Maps-Hintergrund, der sich mit der aktuellen Position verändert.

Insgesamt fühlt sich das Handy sehr flott an und verfügt schon über viele Funktionen, die man sonst aus dem Market dazukaufen muss. Dabei sind Twitter-Client, Facebook, Quickoffice, Sprachrecorder und auch ein Spiel hat sich verirrt.

So, das war jetzt der erste Teil. Im nächsten Teil gibt es mehr zur Oberfläche HTC Sense und zu den mitgelieferten Programmen. Zudem findet ihr hier unten im Artikel die ersten Screenshot, die passend zu den angesprochenen Themen ausgesucht sind.